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Fujifilm FinePix W1
Eigenschaften
Sensor CCD 10 MP (1/2,3)
Zoom 3x (35-105 mm (eq. 24x36) f/3,7-4,2)
Optische Stabilisierung Nein
Interner/Externer Speicher 42 Mo / SD - SDHC
Empfindlichkeit 100 - 1600 ISO ISO
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Videomodus 640 x 480 pixels / 30 fps
Energiequelle Lithium Ion Batterie
Dimensionen/Gewicht 123,6 x 68 x 25,6 mm / 260 g
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Renaud Labracherie
Aktualisiert: Januar 19, 2010 - Datum des Tests: Januar 05, 2010
Sehen Sie Ihre Bilder in 3D

Sie können zwar Ihre Bilder in 3D auf dem kleinen LCD-Bildschirm der Kamera sehen, aber der ist leider nicht sehr detailliert und nicht angenehm anzuschauen. Fujifilm hatte aber die gute Idee,auch einen 3D-Fotorahmen zu entwickeln und ermöglicht außerdem das Drucken auf ein spezielles 3D-Papier. Des Weiteren können Sie auch andere Systeme zum Visualisieren von 3D-Bildern, wie etwa die für Viedeospiele nutzen, besonders die Lösungen von nVidia.
3D-Fotografie ist nichts Neues. Die ersten einfachen Systeme gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück und hat sich besonders um 1900 herum stark durchgesetzt. Trotzdem mussten wir ein ganzes Jahrhundert warten, bis wir 3D-Bilder mit einer digitalen Kamera schießen konnten. Mit der Fujifilm FinePix 3D W1 ist es nun so weit.

Erste Eindrücke

Mit zwei Objektiven und zwei Sensoren, ist die Fujifilm FinePix 3D W1 zweifellos eine Kamera, die mehr zu bieten hat als der Durchschnitt. Die erste 3D-Kamera ist ein schöner Kasten in schöner, schwarzer Verkleidung, die Leider ein Magnet für Fingerabdrücke ist. Zum Anschalten schiebt man den Verschluss der Linse zur Seite. Dies ist eine einfache und sehr gute Lösung. Auf der Rückseite finden wir den 7cm (2,8 Zoll) LCD-Bildschirm, der die Bilder in einer lausigen 230 000 Punkte Auflösung wiedergibt. Das liegt daran, dass der Bildschirm besonders für die Wiedergabe der Bilder in 3D konstruiert wurde. Dies geschieht mit Hilfe der Technik von Parallax Barrier System, mit dem Sie die dreidimensionalen Bilder ohne Hilfe jeglicher anderer Technik ansehen können. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt, weil, wie im grauen Kasten näher erläutert, das Hauptproblem bei dieser Art Bilder deren Wiedergabe ist. Der Bildschirm hingegen ist generell ziemlich schlecht: Die Blickwinkel sind sehr schmal und bei schwachem Licht ist die Wiedergabe weniger fließend.

Fuifilm FinePix 3D w1 dos

Auf den ersten Blick ist das Interface ein bisschen verwirrend. Die verschiedenen Tasten sind auf zwei Seiten angesiedelt und kontrollieren jeweils zwei Befehle (Fuji scheint wert auf Dualität zu legen:2 Objektive, 2 Sensoren,...).Die Einstellungen der W1 sind nicht unbedingt sehr simpel-da ist schon ein bisschen Übung gefragt, damit man sich hier zurechtfindet. Und dann kommen zu den normalen Einstellungen eines „2D-Apparats“ (Iso-Sensibilität,Kameraverschluss, Schnelligkeit) jetzt auch noch die neuen „3D-Einstellungen“ hinzu. Neben der standard Doppel-Foto-Funktion (Zwei Bilder zur gleichen Zeit) können Sie auch zwei zeitlich versetzte Bilder schießen. Sie müssen sich das fast so vorstellen wie zwei Kameras. So können Sie zum Beispiel ein Foto mit Teleobjektiv und das andere gleichzeitig im Weitwinkel schießen oder vielleicht zwei Fotos mit verschiedener Lichtempfindlichkeit oder Farbeinstellung. Auch die Videofunktion gibt es in 3D im „Classic“, Leider kann man nicht gleichzeitig fotografieren und filmen. Wirklich schade!

Schnelligkeit

Die Inbetriebnahme geschieht mit 3 Sekunden relativ langsam. Der Autofokus hingegen ist sehr leistungsfähig und mit der Gesichtserkennung ausgestattet. Im Serienbildmodus erreicht die W1 bei einer Aufnahme von mindestens 10 Bildern beachtsame 2,3 i/s.

Bildqualität

Um die Kamera mit den anderen vergleichen zu können, bleiben wir hier im klassischen 2D-Modus ( Die W1 speichert immer gleichzeitig eine Jpeg-Datei und eine 3D-Datei MPO) wobei wir hier auch eigentlich eine (vielleicht zu) sehr klassische Kamera haben. Der 10Mpix-Sensor liefert bei 100 ISO ein gertreues Bild, wobei wir schon bei der niedrigsten Sensibilität eine leichte Körnung vorfinden. Zwar ist der A4-Druck mit der Auflösung von 10 Millionen Pixeln akzeptabel, vom Zuschneiden zur Vergrößerung eines Details ist jedoch abzuraten. Bei 100 ISO ist die Dynamik und das Bild im Allgemeinen gut, trotz einer merkbaren Unterbelichtung. Man bemerkt die lilafarbenen Ränder und eine tonnenförmig Verzerrung bei 35mm. Die Linse ist gleichmäßig leistungsfähig. Bis zu 400 ISO bleiben die Bilder detailliert mit einer feinen Körnung und wenig Farbkraft. Ganz klassisch werden die Details bei 800 und 1600 ISO verschwommener. Trotz allem: Das Farbkorn bleibt scharf und der A4-Druck damit angenehm.

Fujifilm FinePix W1 iso


Wir sind ein bisschen enttäuscht vom Makromodus (nur in 2D) und der fehlenden meschanischen Stabilisierung des Apparats. Unser Portrait ist daher leider ganz verschwommen....

Video

Die Videofunktion ist bei der W1 natürlich vorhanden, aber von einem HDTV-Format für die 3D-Funktion ist keine Rede. Das Format bleibt VGA und wir durch die zweite Linse nicht besser. Das Resultat (in 2D) ist wieder sehr klassisch: kein optischer Zoom während der Aufnahme, aber eine angemessene Bildqualität.

Wem kann man die W1 empfehlen?

Letztendlich ist die FinePix eine extraordinäre Kamera und gleichzeitig ist sie doch so banal. Banal in ihrer klassischen Funktion (in 2D selbstverständlich), wo die Bilder angemessen, aber nicht mehr sind und extraordinär mit ihrer 3D-Funktion, die eine wahre Neuheit in der Welt der Digitalkameras ist. Mit der richtigen Ausstattung sind die Ergebnisse in der 3D-Funktion wirklich interessant. Bis allerdings die richtige Ausstattung zum betrachten der Bilder zu einem erschwinglichen Preis erscheinen, wird diese Funktion wohl eher ein nettes Extra bleiben. Trotz allem ist diese Funktion für den Profi sehr interessant, das sie ihm ganz neue Möglichkeiten für seine Arbeit liefert.
Pluspunkte

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Die Fotos und Videos in 3D

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Man kann die 3D-Fotos auf dem Bildschirm ansehe

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Durchgehend schneller Autofokus

Minuspunkte

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Handhabung des elektronischen Lärms schlechter als bei der Konkurrenz

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Keine Stabilisierung

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Enttäuschender Makromodus

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Kein Weitwinkel

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Keine automatische Bildrotation

Für diejenigen, die 3D-Fotos schießen wollen, ohne herumbasteln zu müssen ist diese Kamera unumgänglich. Die Idee ist verlockend, die Umsetzung leider nicht so überzeugend und gerade für Fujifilm ein bisschen enttäuschend, weil wir hier viel leistungsfähigere Produkte gewohnt sind.

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